Social Media News
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Entwicklungen in 2025
Die Social Media Welt steht nie still und gefühlt gibt es einmal im Monat eine neue Funktion, die manchmal auch genauso schnell wieder verschwunden ist, wie sie auf dem Markt aufgetaucht ist. Wir sind ein bisschen auf die Suche gegangen und haben im großen World Wide Web gestöbert, was denn für neue Funktionen, Updates, Möglichkeiten und Entwicklungen es zum Start ins Neue Jahr gibt. Los geht’s.
Die Instagram-Prioritäten für 2025 konzentrieren sich auf Kreativität und Connectivity. Dabei spielt Künstliche Intelligenz (KI) eine zentrale Rolle. Meta setzt auf die Meta AI und das Llama-Modell, das CEO Mark Zuckerberg zuletzt vorgestellt hat. Die Meta AI hat bereits über 600 Millionen monatlich aktive User und soll zur meistgenutzten KI-Assistenz weltweit werden. Sie ermöglicht Instagram-Nutzern eine schnellere Content-Suche, automatisierte Kommunikation und das einfache Erstellen hochwertiger Inhalte.
Neue KI-Funktionen beinhalten unter anderem:
Synchronisations-Feature für Reels
KI-basierte Bearbeitungstools
Story-Hintergründe per KI
Die KI-Story Hintergründe sind aktuell in Europa nicht oder noch nicht verfügbar.
Instagram startet in 2025 gleich mit einer neuen Funktion, die sowohl für Unternehmen als auch Creator spannend ist: “Test-Reels” oder auch "Trail Reels”. Hiermit kann man die Performance eines Reels analysieren, bevor man es teilt. Zunächst werden Test-Reels denjenigen angezeigt, die einem Account nicht folgen, damit man ein neutrales Urteil erhält. Ist die Performance gut, wird das Reel auch für die eigene Community freigeschaltet.
Grund dafür ist, dass der Head of Instagram, Adam Mosseri, mehr Raum für kreatives Experimentieren und weniger Druck beim Teilen schaffen möchte. Ein Shitstorm bei der eigenen Community kann schnell entstehen und mit der neuen Funktion sollen sich Creator keine Sorgen mehr um die Reaktionen ihrer Community machen müssen.
Darüber hinaus will Meta individuelle und originäre Inhalte stärker belohnen und deren Ranking verbessern. Bereits mit dem Algorithmus-Update im Frühjahr 2024 wurden kleinere Creator gefördert, während Reposts aus den Empfehlungen entfernt wurden, um Original-Content mehr Sichtbarkeit zu geben. So stieg auch die Attraktivität für Neulinge wieder.
Allerdings könnte die verstärkte Nutzung von KI-Tools dazu führen, dass immer mehr Inhalte kopiert oder stark optimiert werden, was die Originalität auf Instagram langfristig gefährden könnte. Dies steht nicht zwangsläufig im Widerspruch zur Kreativitätsförderung, könnte aber dazu führen, dass viel generischer Content entsteht, der die User nicht wirklich interessiert.
Um dem entgegenzuwirken, können Nutzer inzwischen ihre Empfehlungen zurücksetzen. Das könnte auch helfen, sich vor unerwünschtem Content zu schützen – insbesondere seit Meta die Content-Moderation durch Community Notes ersetzt hat, was Desinformation und Hate Speech mehr Raum geben könnte. Zudem werden Instagram-User bald wieder politische Inhalte sehen, selbst wenn sie diese eigentlich nicht möchten.
Auf Instagram gibt es verschiedene Funktionen, um mit einem Inhalt zu interagieren: Liken, Kommentieren, Speichern, Teilen und so weiter. Instagram möchte, dass die Verbindungen zwischen Creator und Community stärker werden, daher werden Reshares bei Posts ein besonders wichtiger Ranking-Faktor. Mittlerweile sind Shares dabei auch wichtiger als Likes oder Kommentare.
Auch das Messaging rückt damit stärker in den Fokus und DMs sind und sollen es auch bleiben, der wichtigste Kanal zum Teilen von Content auf der Plattform. Auch das Quick Sharing wurde weiter optimiert seit der Einführung in 2024.
Wir sehen also, Instagram schläft überhaupt nicht und es lohnt sich, am Ball zu bleiben, um zu wissen, wie der eigene Content vorangebracht werden kann.
TikTok
Springen wir doch mal zur nächsten Plattform und damit direkt rein ins Video-Business. Natürlich drehen sich auch hier die Mühlen weiter, denn der Wettbewerb schläft ja nicht, wie wir bei Instagram gesehen haben.
Und hier haben wir ein paar Sachen gefunden, die 2025 dominieren werden oder sollen.
TikTok setzt 2025 verstärkt auf KI-gestützte Content-Erstellung, verbesserte Such- und Entdeckungsfunktionen sowie ein neues Live-Shopping-Erlebnis.
Interaktive KI-Tools wie virtuelle Creator:innen, Text-to-Video-Generatoren, Lip-Syncs und generative Effekte sollen es Marken ermöglichen, Geschichten auf völlig neue Weise zu erzählen. Gleichzeitig entwickelt sich die Plattform zunehmend zur bevorzugten Suchmaschine der jungen Generation. Um sichtbar zu bleiben, müssen Marken ihre Inhalte ähnlich wie für Google SEO-optimieren und sich an den neuen Discovery-Mechanismen orientieren.
Auch im Bereich E-Commerce könnte TikTok nach anfänglichen Schwierigkeiten in Europa mit einem personalisierten, KI-gestützten Live-Shopping-Format ein starkes Comeback feiern. Zudem spielen Community-zentrierte Kampagnen eine entscheidende Rolle. Subkulturen wie BookTok oder FitnessTok bieten Unternehmen die Möglichkeit, gezielt in Mikro-Communities zu kommunizieren und hyper-relevante Botschaften zu platzieren.
Für langfristigen Erfolg auf TikTok bleibt Authentizität der wichtigste Faktor. Marken müssen sich wie Creator:innen verhalten und Inhalte produzieren, die sich organisch in den schnellen Flow der Plattform einfügen. Storytelling ist essentiell – Inhalte sollten echte Geschichten erzählen und in Subkulturen Resonanz finden. Gleichzeitig gilt es, Trends geschickt aufzugreifen, ohne dabei künstlich oder aufdringlich zu wirken. Eine konsistente Content-Strategie, gepaart mit der nötigen Flexibilität, um schnell auf neue Entwicklungen zu reagieren, ist unverzichtbar. Letztendlich gewinnen Marken auf TikTok nicht durch laute Werbebotschaften, sondern indem sie Teil des digitalen Gesprächs werden und aktiv mit der Community interagieren.
Facebook oder doch eher META
Hier legen wir das Augenmerk mal auf die Ads, also die Werbung. 2025 wird ein entscheidendes Jahr für Meta Ads, denn neue Technologien wie KI, maschinelles Lernen und Augmented Reality verändern die digitale Werbewelt grundlegend. Meta hat darauf reagiert und leistungsstarke Tools entwickelt, die Werbetreibenden helfen, ihre Zielgruppen effizienter zu erreichen und gleichzeitig ihre Kosten zu senken. Besonders das KI-gestützte Anzeigensystem spielt eine zentrale Rolle, indem es Werbeinhalte dynamisch anpasst und so die Relevanz und Conversion-Chancen erhöht.
Der digitale Werbemarkt setzt zunehmend auf datengetriebene Entscheidungen, weshalb Unternehmen verstärkt in First-Party-Daten investieren, um unabhängiger von Drittanbieter-Daten zu werden. Meta unterstützt diesen Wandel mit der Meta Conversions API, die eine Brücke zwischen Datenschutz und effektiven Kampagnen schlägt – vor allem für E-Commerce- und SaaS-Unternehmen ein entscheidender Vorteil. Gleichzeitig treibt KI die Automatisierung komplexer Prozesse wie Gebotsstrategien und Zielgruppensegmentierung weiter voran. Besonders innovativ ist dabei die Nutzung von Predictive Audiences, mit denen Werbetreibende potenzielle Kunden ansprechen können, bevor diese überhaupt mit einer Marke interagieren.
Ein weiteres großes Thema sind interaktive Werbeformate. AR- und 3D-Anzeigen ermöglichen es Unternehmen, ihre Produkte auf völlig neue Weise zu präsentieren, etwa indem Möbelhersteller per Augmented Reality zeigen, wie ein Sofa in einem bestimmten Raum aussehen würde. Das steigert nicht nur das Engagement, sondern auch die Kaufbereitschaft. Ergänzend dazu hat Meta Ads seine Analyse- und Tracking-Tools verbessert, sodass Werbetreibende in Echtzeit detaillierte Einblicke in KPIs wie Klick- und Conversion-Raten erhalten und individuelle Berichte für ihre spezifischen Ziele erstellen können.
Insgesamt wird Meta Ads 2025 noch stärker von Automatisierung, KI und interaktiven Inhalten geprägt sein. Wer sich frühzeitig anpasst und die neuen Tools clever nutzt, kann seine Werbestrategie effizienter gestalten und langfristig wettbewerbsfähig bleiben.
Natürlich gibt es auch im größten sozialen Business Network ein bisschen was Neues zu berichten.
Der LinkedIn-Algorithmus 2025 sorgt für massive Veränderungen: Viele Content Creator verzeichnen einen Reichweitenverlust von bis zu 50 % und wachsen langsamer als zuvor. Gleichzeitig wird bezahlter Content immer dominanter, was organische Inhalte zunehmend im Hintergrund verschwinden lässt. Erfolg auf LinkedIn basiert nun mehr denn je auf Qualität statt Quantität – Regelmäßiges Posten und Interagieren bleiben jedoch entscheidend.
Optimal sind drei Beiträge pro Woche mit unterschiedlichen Formaten. Wichtig ist dabei ein Abstand von mindestens 24 Stunden zwischen den Posts, um zu vermeiden, dass sie sich gegenseitig Reichweite wegnehmen. Nicht gewusst, dass das wichtig ist? Man lernt immer dazu, aber eigentlich ist es ja auch sinnvoll so.
Hochwertige Inhalte haben jedoch das Potenzial, noch lange nach ihrer Veröffentlichung ausgespielt zu werden, wenn sie für die User relevant sind. Besonders wichtig ist eine mobile-optimierte Darstellung, denn 65 % der Nutzer verwenden die LinkedIn-App und 88 % scrollen mobil durch ihren Feed – Querformat ist daher kaum noch relevant.
Die Verweildauer (Dwell Time) spielt eine entscheidende Rolle: Je länger jemand auf einem Beitrag bleibt, desto häufiger werden ihm Inhalte dieses Creators oder dieses Formats angezeigt. Auch direkte Interaktionen beeinflussen die Sichtbarkeit stark. Wer einem Nutzer eine persönliche Nachricht schreibt, erhöht die Wahrscheinlichkeit um bis zu 70 %, dass dieser den nächsten Post sieht. Noch wirkungsvoller ist das Speichern eines Beitrags – in diesem Fall steigt die Chance auf Sichtbarkeit des nächsten Posts auf 90 %. Der Newsfeed passt sich dem Nutzerverhalten an: Wer oft Document Posts konsumiert, bekommt verstärkt dieses Format angezeigt.
Nicht alle Inhalte werden jedoch gleich bewertet. Gated Content verliert bis zu 90 % an Reichweite, ebenso wie unbearbeitete KI-generierte Inhalte, die LinkedIn aktiv abstraft. Stattdessen performen 2025 besonders gut: Umfragen, Document Posts (Slideshows), Text-Bild-Kombinationen, Videos und reine Text-Posts. Beim Tagging gilt: Ein Tag ist optimal, bis zu vier sind akzeptabel, aber bei mehr als acht Tags wertet LinkedIn den Beitrag als Spam. Auch Audio-Events auf LinkedIn wirken sich positiv auf die Reichweite aus.
Unternehmensseiten haben es weiterhin schwer: Ihre Reichweite ist extrem gesunken und macht nur noch etwa 2 % des Feeds aus. Trotzdem bleibt das Engagement stabil, und das Wachstum verändert sich nicht wesentlich. Externe Links sind ebenfalls problematisch, da sie die Reichweite um 40–50 % reduzieren.
Der beste Zeitpunkt für Posts hängt stark von der Zielgruppe ab, doch grundsätzlich sind morgens bis etwa 11:00 Uhr die besten Zeitfenster. Doch einfach posten reicht nicht – Interaktion ist essenziell. Die ersten 60 Minuten nach Veröffentlichung sind besonders wichtig, aber auch Engagement nach sechs und 24 Stunden beeinflusst, ob ein Beitrag weiterhin ausgespielt wird. Ein effektiver Trick für mehr Reichweite: Den eigenen Post am nächsten Tag noch einmal reposten.
Letztendlich bleibt Engagement der entscheidende Faktor. Kommentare, Reposts mit der „Direkt teilen“-Funktion und eine gezielte Vernetzung helfen, den eigenen Feed aktiv zu beeinflussen – etwa zu 60 %. Wer LinkedIn strategisch nutzt, regelmäßig wertvolle Inhalte teilt und aktiv mit der Community interagiert, kann auch 2025 erfolgreich Reichweite aufbauen.
Mehr zu LinkedIn könnt ihr hier nachlesen: LinkedIn Algorithmus Update 2025
Summary
Ja und das war es erstmal mit unserem Blick auf die Social Media News für 2025. Natürlich wird im Laufe diesen Jahres noch eine ganze Menge passieren - vermutlich gibt es schon im kommenden Monat wieder neue Updates.
Wer also will, dass der eigenen Content immer gesehen wird, sollte sich ab und an damit auseinandersetzen, wie wo und wann welcher Content am besten ausgespielt und eingesetzt werden sollte.
Mehr Content von uns gibt’s im F7 Blog.